Windows Server 2016: Support endet im Januar 2027

Migration JETZT einplanen

Windows Server 2016: Support endet im Januar 2027

Am 12. Januar 2027 endet der Extended Support für Windows Server 2016. Ab diesem Zeitpunkt stellt Microsoft im regulären Support keine Sicherheitsupdates mehr für das Betriebssystem bereit. Wenn auch bei Ihnen noch Windows Server 2016 produktiv im Einsatz ist, wird es Zeit, die vorhandenen Systeme zu erfassen und die Ablösung einzuplanen.

 

 

Der Mainstream Support für Windows Server 2016 endete bereits im Januar 2022. Seitdem befindet sich das Betriebssystem im Extended Support und erhält weiterhin Sicherheitsupdates. Nach dem Supportende im Januar 2027 können die Systeme grundsätzlich weiterbetrieben werden, erhalten jedoch, ohne zusätzliche Maßnahmen, keine regulären Updates mehr.

 

Die wichtigsten Risiken dabei sind schnell zusammengefasst:

  • neu entdeckte Schwachstellen werden nicht mehr regulär geschlossen
  • Hersteller können den Support für Anwendungen und Drittprodukte einstellen
  • neue Softwareversionen unterstützen Windows Server 2016 zunehmend nicht mehr
  • Anforderungen aus Security, Compliance oder Audits können einen Weiterbetrieb erschweren

Betroffen sind unter anderem Windows Server 2016 Standard, Datacenter und Essentials sowie darauf basierende Komponenten und Dienste. Für produktive Systeme sollte der 12. Januar 2027 deshalb als fester Termin in die Migrationsplanung aufgenommen werden.

 

Für die Ablösung von Windows Server 2016 kommen grundsätzlich mehrere Wege infrage:

 

Inplace Upgrade
Microsoft unterstützt für geeignete Systeme ein direktes Upgrade auf neuere Windows Server Versionen. Je nach Ausgangssituation und eingesetzten Rollen kann beispielsweise ein Upgrade auf Windows Server 2022 oder Windows Server 2025 infrage kommen. Vorab sollte jedoch geprüft werden, ob die eingesetzten Anwendungen und Drittanbieterprodukte den gewünschten Upgradepfad unterstützen.

 

Neuinstallation und Migration
Alternativ kann ein neuer Server bereitgestellt und der vorhandene Workload anschließend migriert werden. Diese Variante bietet sich insbesondere dann an, wenn bestehende Systeme bereits länger betrieben werden, ein Inplace Upgrade nicht möglich ist oder die vorhandene Konfiguration bei der Migration ohnehin überprüft und bereinigt werden soll.

 

Migration nach Azure
Auch der Wechsel auf Azure Virtual Machines oder andere Azure Dienste kann Teil der Migrationsplanung sein. Ob sich dieser Weg anbietet, hängt vom jeweiligen Workload, den technischen Anforderungen und dem bestehenden Betriebsmodell ab.

 

Windows Server 2022 oder Windows Server 2025?
Bei neuen Installationen sollte Windows Server 2025 grundsätzlich präferiert werden. Windows Server 2025 bietet aktuell den längsten verbleibenden Supportzeitraum und ist damit für viele neue Installationen die naheliegende Zielplattform. Windows Server 2022 kann weiterhin sinnvoll sein, wenn Hersteller oder Anwendungen Windows Server 2025 noch nicht offiziell unterstützen. Die Auswahl der Zielversion sollte daher immer anhand der jeweiligen Workloads und Herstellerfreigaben erfolgen.

 

Extended Security Updates als Übergang
Wenn eine Migration bis Januar 2027 nicht abgeschlossen werden kann, bietet Microsoft auch für Windows Server 2016 Extended Security Updates, kurz ESU, an. Damit können kritische und wichtige Sicherheitsupdates für bis zu drei weitere Jahre bezogen werden. Der ESU Zeitraum für Windows Server 2016 kann damit bis Januar 2030 reichen. Die Bereitstellung ist unter anderem über Azure Arc möglich. Die Server können dabei weiterhin im eigenen Rechenzentrum oder bei einem anderen Cloudanbieter betrieben werden. ESU sollte jedoch als Übergangslösung betrachtet werden. Neue Funktionen und reguläre Produktverbesserungen sind darin nicht enthalten.

 

Unternehmen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um die vorhandenen Windows Server 2016 Systeme zu erfassen und einen passenden Migrationsweg festzulegen.

 

Dabei sollten insbesondere folgende Punkte geklärt werden:

  • Welche Windows Server 2016 Systeme sind noch produktiv im Einsatz?
  • Welche Anwendungen und Rollen müssen migriert werden?
  • Welche Zielversion wird vom jeweiligen Hersteller unterstützt?
  • Ist ein Inplace Upgrade möglich oder ist eine Neuinstallation sinnvoller?
  • Müssen einzelne Systeme über ESU abgesichert werden?
  • Welche Systeme können möglicherweise vollständig außer Betrieb genommen werden?

Je früher diese Punkte geklärt sind, desto einfacher lässt sich die Migration ohne unnötigen Zeitdruck umsetzen.

 

Sie betreiben noch Windows Server 2016 und planen die Ablösung der vorhandenen Systeme? Die IOK GmbH & Co. KG unterstützt Sie bei der Bestandsaufnahme, Planung und Durchführung der Migration. Gemeinsam prüfen wir die vorhandenen Systeme, Anwendungen und Abhängigkeiten und entwickeln einen geeigneten Migrationsweg.

Hinweis zur Erstellung: Dieser Beitrag wurde unter Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (z. B. zur Recherche, Strukturierung oder Textentwurf) erstellt und anschließend durch unsere Redaktion inhaltlich geprüft und überarbeitet.

Allgemeine Hinweise zum IOK-Blog

Der IOK Blog stellt IT-Administratoren aktuelle und aus unserer Sicht relevante Informationen zur Verfügung. „Kurz und knackig“ wollen wir Sie so informiert halten. Für sämtliche Informationen gilt Folgendes:

  • Die Informationen wurden sorgfältig recherchiert, gelten aus unserer Sicht aber nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Bitte eventuelle Updates ggf. bei den genannten Ansprechpartnern der IOK oder bei Herstellern erfragen.
  • Irrtum und Änderungen sind vorbehalten.
  • IOK übernimmt keine Gewährleistung und Haftung für Schäden, die sich direkt oder indirekt aus der Umsetzung der von uns publizierten Artikel und vorgeschlagenen Vorgehensweisen und Informationen ergeben.
  • Technische Informationen und Lizenzbedingungen der Hersteller gelten in jedem Fall.

Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg mit den Infos aus dem IOK-Blog!

Wünschen Sie einen Rückruf zu diesem IOK Blogpost?

Sie haben Fragen zum Update oder benötigen Unterstützung bei dessen Installation? Wir rufen Sie zurück!