Microsoft macht Passkeys zum Standard
Microsoft macht Passkeys zum Standard
SMS und Sprachanruf waren jahrelang die Fallback-Methode bei der MFA – nicht, weil sie besonders sicher sind, sondern weil sie immer funktionierten. Microsoft stuft inzwischen aber beide Methoden nicht mehr als sicher ein und stellt daher die eigene Zustellung von Textnachrichten und Anrufen ein.
Was genau abgekündigt wird
Die Ankündigung besteht aus zwei Stufen, die man auseinanderhalten sollte:- Ab dem 1. September 2026 werden alle Nutzer, die für SMS oder Sprachanruf aktiviert sind, automatisch für Passkeys aktiviert und bei Anmeldung zur Registrierung aufgefordert.
- Ab dem 1. Februar 2027 stehen Textnachrichten und Anrufe nicht mehr für die Authentifizierung zur Verfügung (sofern kein Drittanbieter-Dienst integriert wurde, der die Zustellung von Textnachrichten und Anrufen übernimmt). Nutzer, deren einzige MFA-Methode SMS oder Sprachanruf ist, erhalten bei der Anmeldung eine blockierende Aufforderung zur Passkey-Registrierung.
Wer jetzt handeln muss
Betroffen sind Sie, wenn in Ihrer Authentifizierungsmethoden-Richtlinie oder in den alten Per-User-MFA-Einstellungen Nutzer für SMS oder Sprachanruf aktiviert sind. Aktiviert bedeutet nicht, dass der Nutzer diese Methoden eingerichtet hat, sondern lediglich, dass er berechtigt ist, sie einzurichten. Ein Beispiel: Ist SMS in der Richtlinie auf „Alle Nutzer“ gerichtet, sind alle Benutzer betroffen, auch wenn nur wenige die Methode nutzen.Was am 1. September 2026 automatisch passiert
An diesem Tag ändern sich mehrere Einstellungen im Tenant, sofern Nutzer für SMS oder Sprachanruf aktiviert sind:- Betroffene Nutzer werden in der Authentifizierungsmethoden-Richtlinie automatisch für Passkeys aktiviert und in ein Profil eingeordnet, das alle Passkey-Typen erlaubt.
- Ihre Registrierungskampagne wird auf „Microsoft Managed“ gestellt, zielt auf Passkeys und nimmt betroffene Nutzer automatisch auf.
- Bei der nächsten Anmeldung mit MFA erscheint die Aufforderung, einen Passkey einzurichten. Standardmäßig lässt sie sich unbegrenzt oft aufschieben, mit täglicher Erinnerung.
Für den Zeitraum vom 1. September 2026 bis zum 1. Februar 2027 gibt es einen befristeten Opt-out, der diese automatische Aktivierung verschiebt. Für die Durchsetzung ab dem 1. Februar 2027 gibt es keinen Opt-out.
Unsere Einschätzung
Dass SMS und Sprachanruf verschwinden, ist nachvollziehbar. Die stille Umstellung am 1. September (Profile, Kampagne und Nudges) wird aber zu Rückfragen führen und Benutzer verunsichern. Prüfen Sie deshalb jetzt, wer in Ihrem Tenant noch SMS und Sprachanruf einsetzt bzw. einrichten darf, statt es im Januar 2027 herauszufinden.Wenn Sie Unterstützung bei der Bestandsaufnahme, der Umstellung oder der Nutzerkommunikation benötigen, sprechen Sie uns gerne an!
Quellen:https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity/authentication/concept-sms-voice-retirement
Hinweis zur Erstellung: Dieser Beitrag sowie das Beitragsbild wurden unter Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (z. B. zur Recherche, Strukturierung oder Textentwurf) erstellt und anschließend durch unsere Redaktion inhaltlich geprüft und überarbeitet.
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